FLÖ: Fachschaftslisten Österreich
FLUG @ Twitter
FLUG @ Facebook
Aktuelles‎ > ‎

6 gute Gründe gegen Studiengebühren

veröffentlicht um 26.10.2011 14:39 von Admin User

1 Studiengebühren retten keine Universität

Im Vergleich zu dem, was Studiengebühren den Unis bringen, ist ihr Nutzen marginal. Zieht man Verwaltungkosten und die Umlagen durch Studienbeihilfen ab, bleibt für die Unis nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

2 Studiengebühren sind sozial selektiv

Ein Studium nur für jene, die es sich Leisten können? Beihilfen sind nicht immer treffsicher, und nicht jede/r Studierende möchte jahrelang von den Eltern abhängig sein.

3 Studiengebühren belasten die Studierenden

Schon heute muss ein Großteil der Studierenden arbeiten um Leben zu können. Durch die Kürzung der Familienbehilfe verschärft sich die Situation noch mehr.

4 Studiengebühren widersprechen dem Trend

Europaweit schaffen mehr und mehr Länder die Studiengebühren ab, weil man den Wert der Bildung erkannt hat. Eine gebildete Bevölkerung sollte im Interesse jedes Landes sein.

5 Studiengebühren sind keine Steuerungsmaßnahme

(Höhere) Gebühren für gefragtere Studien? Wer entscheidet was wieviel Wert ist und was in Jahren am Arbeitsmarkt benötigt wird? Die (kurzsichtige) Politik?

6 Das Problem liegt ganz woanders

Die Bildungsmisere wird nicht durch Studiengebühren gelöst. Es braucht ein Bekenntniss der Politik zu einem zukunfts- und tragfähigen Bildungsplan.

Die Fachschaftslisten fordern

dass die Politik endlich ihrer Verantwortung nachkommt und ein sinnvolles Gesamtkonzept für den Bildungsbereich erarbeitet.

  • Eine echte Reform des Hochschulsystems statt Scheindiskussionen über Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.
  • Eine Reform des Studienbeihilfensystems, die über kosmetische Anpassungen hinausgeht.
  • Eine Anhebung des Budget für den tertiären Bildungssektorauf 2 % des BIP, damit qualitätsvolle Lehre und Forschung gewährleistet werden kann.
  • Ein Konzept für eine sinnvolle und ausreichende Beratung vor dem Studium.
  • Die Anerkennung des Bachelors auf dem Arbeitsmarkt und im öffentlichen Dienst, sowie eine bessere Durchlässigkeit zwischen Bachelor und Masterstudium.

Č
Ċ
ď
Admin User,
26.10.2011 14:39