In
seiner gestrigen Sitzung hat der Senat der Universität Graz gegen den
massiven Widerstand der Studierenden beschlossen, dass es ab dem
Wintersemester 2011 nur noch vier Prüfungsantritte geben wird. Die neue
Regelung reduziert den Aufwand für die Universität nicht, da nur wenige
Studierende tatsächlich zum fünften Termin antreten müssen, sorgt aber
für großen Verwaltungsaufwand. „Leider hat der Großteil der Lehrenden
unsere inhaltlichen Argumente für den fünften Prüfungsantritt nicht
verstanden oder schlicht ignoriert.“ zeigt sich Stefan Thum,
designierterVorsitzender der ÖH Uni Graz, schwer enttäuscht. Obwohl andere Universitäten wie die TU Graz und die Uni Innsbruck mit gutem Beispiel vorangehen und den Studierenden, die ohnehin schon von vielen Verschlechterungen wie der Kürzung der Familienbeihilfe oder der neuen Studieneingangs- und Orientierungsphase betroffen sind, keine zusätzlichen Steine in den Weg legen, blieben die Lehrenden an der Uni Graz hart. Für die betroffenen Studierenden wird es zumindest eine Übergangsregelung geben. Die Verschlechterungen gelten nur für Prüfungen, zu denen man noch nie angetreten ist. Trotz dieser Verschlechterung konnten wir einen kleinen Sieg erringen: In der Studieneingangsphase wurde die Anzahl der Prüfungsantritte von zwei auf drei erhöht und es können weiterhin alle Lehrveranstaltungen als freie Wahlfächer besucht werden. |


